Vereinsgeschichte

Latest Events

LWV Newsletter

Newsletter Anmeldung
Name
eMail{emailcloak=off}
 

Vereinschronik des Landwirtschaftlichen Züchterverein für dne Kreis Höxter

Chronik


Der landwirtschaftliche Kreisverein 1837

Die Tierzuchtorganisation im Kreis Höxter hat eine lange Geschichte. Bereits 1836 erließ der damalige Landrat des Kreises Höxter, Philipp Freiherr von Metternich, eine Einladung an den Magistrat der Stadt Brakel zur Gründung eines landwirtschaftlichen Kreisvereins. Die konstituierenden Sitzung fand am 9. Mai 1837 in Brakel im Gasthaus Göllner statt. Als Mitglieder meldeten sich beim damaligen Bürgermeister Müller sieben Personen: Stadtverordneter Josef Ludovici, Tierarzt Arens, Josef Rustemeyer, Rendant Crux, Ferdinand Franzen, Conrad Franzen, Zacharieas. Auch aus den anderen Bürgermeistereien zeichneten Mitglieder für den Verein, denn die Versammlungen gingen reihum in den Städten des Altkreises Höxter.

Dem landwirtschaftlichen Kreisverein oblag auch die Durchführung der tierzüchterischen Bestrebungen. Mit dem September-Viehmarkt in Brakel waren Tierschauen und Prämierungen verbunden. Im dem Protokoll vom 26.10.1853 (Stadt Brakel) ist vermerkt, dass Tierschauen im Rahmen des Viehmarktes jeweils im September stattgefunden haben. Die erste offizielle Tierschau ist für das Jahr 1853 belegt.

Verein zur Hebung der Rindviehzucht im landwirtschaftlichen Hauptvereinsbezirk Paderborn 1892

Am 29. November 1892 wurde der Hauptverein gegründet, zu dem die Kreise Büren, Paderborn, Höxter und Warburg gehörten. Ziel war die einheitliche Rassenausrichtung mit klaren Zuchtzielen, die Herdbuchführung mit Körkommissionen, Tierschauen und Zuchtviehversteigerungen. Zusätzliche Impulse erfuhr die Zuchtarbeit durch genossenschaftliche Zusammenarbeit zur Haltung guter Vatertiere und durch die Einfuhr von Zuchttieren.

Die erste Zuchtviehversteigerung beschickten die Züchter 1910 im Hamm mit schwarzbunten und rotbunten Tieren. Nach dem 1. Weltkrieg war auch Brakel für kurze Zeit Auktionsort für das Paderborner Land, bis dann ab 1923 die Versteigerungen in eine neu errichtetet Viehhalle nach Paderborn verlegt wurden. Eine besondere Förderung erfuhren die Züchter durch die Gründung des Tierzuchtamtes Paderborn im Jahre 1919.

Verein zur Förderung der landestierzucht im Kreis Höxter 1936

In den Jahren 1933/34 gaben die Zuchtvereine aller Tiersparten ihre Selbständigkeit auf. Auf Kreisebene gründeten am 6. Mai 1936 die Züchter den neuen Verein, dessen Zweck war es, all Tierhalter durch intensive Beratung in Fragen der Zucht, Haltung und Fütterung zu schulen, die genossenschaftliche Vatertierhaltung und die Vermittlung guter Zuchttiere sowie die Durchführung von Tierschauen zu fördern.

Züchtervereinigung Altkreis Warburg 1948

Am 10. Dezember 1948 erfolgte die Gründung. Im Altkreis Warburg hatte es in der zurückliegenden Zeit auch Tierschauen gegeben, aber Unterlagen aus dem ersten Zeitraum gibt es nicht mehr.
Von der Kreistierschau am 8. Juli 1936 in Warburg liegen diese Auftriebszahlen vor:
Pferde (Kaltblut): 14 Hengste, 65 Stuten mit Fohlen, 13 jüngere Stuten, 25 Stuten aus anderen gebieten.
Rinder schwarzbunt: 29 Bullen, 30 Kühe, 12 Rinder
Rinder rotbunt: 5 Bullen, 20 Kühe, 4 Rinder
Schweine: 11 Eber, 12 Sauen
Schafe: 6 Böcke, 6 Mutterschafe, 10 Jährlinge
Weitere Kreistierschauen fanden statt in Peckelsheim 1949, 1960 und 1972, in Warburg 1953, 1959 und 1968.

Kreisbullenhaltung Schwarzbuntzucht 1938 – 2007

Erster Vorsitzender war Eduard Menne, Brakel-Sudheimerhof. Alleiniger Zweck war es, wertvolle Vatertiere für den Deckeinsatz zur Verfügung zu stellen. Zu ihrer Blütezeit unterhielt die Kreisbullenhaltung über 30 Stationen. Mit der Ausbreitung der künstlichen Besamung ging diese Form der Zuchtbullenhaltung zurück. 1983 unterhielt die Kreisbullenhaltung unter ihrem Vorsitzenden Hubert Johlen noch 10 Stationen. Am 16. August 1994 wurde der letzte Bulle von der Station Maas, Oeynhausen, verkauft. Vorsitzender bis zur Auflösung 2007 war Elmar Tewes aus Brakel-Schmechten.

Kreiseberhaltungsverein 1955

Auch die Schweinezüchter im Kreis Höxter verbesserten die Herdbuchzucht durch den Ankauf wertvoller Zuchttiere. Vorsitzender war Bernhard Sagel aus Münsterbrock. Der Rückgang in der gemeinschaftlichen Eberhaltung ist auf die strengen gesundheitlichen Vorschriften zum Schutz der eigenen Zuchtbestände zurückzuführen.

Züchtervereinigung des Kreises Höxter e.V. 1976

Nach der kommunalen Neuordnung wurden die beiden Tierzuchtvereine Höxter und Warburg zusammengefasst. In ihr sind die Interessen der Pferde-, Rindvieh-, Schweine-, Schaft-, und Kleintierzucht vertreten. Während in den Gründerjahren das Hauptziel des Vereins die Förderung der Tierzucht und -haltung als wirtschaftliche Grundlage der Futterbau- (Michkuh- und Mastrinderhaltung)  und Veredlungsbetriebe (Schweine- und Geflügelhaltung). Der Verein informiert die Mitglieder über neue Entwicklungen auf den Gebiet der Tierzucht und Tierernährung, z.B. durch Fortbildungsveranstaltungen wie Vorträge oder Lehr- und Besichtigungsfahrten.

Dank der Passion und Tüchtigkeit unserer Züchter gehört auch der Kreis Höxter bei allen Tierarten mit zu den Hochburgen der Westfälischen Tierzucht, wie es zahlreiche Erfolge auf den Verbandsschauen und DLG-Ausstellungen unterstreichen.

Mitgliederzahlen
1976: 470
1999: 435

© 2017 kd  by Annen-Media : Druck Annen-Media , Druck - Internet - Werbung-Annen-Media , Druck - Internet - WerbungInternetAnnen-Media , Druck - Internet - Werbung-Annen-Media , Druck - Internet - WerbungWerbung  |  webseiten empfehlungen