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Der Boden zeigt sein Gesicht: Bodenprofile im Raum Auenhausen 2010

Im Herbst 2010 wurden im Rahmen von Kartierungsarbeiten des Geologischen Dienstes NRW durch Herrn Albrecht Deppe bei Brakel-Auenhausen im Auftrag der Wasserkooperation Höxter (LWK) Bodenprofile angelegt. An drei Tagen waren die Erdlöcher zu besichtigen. Diese landwirtschaftlichen Betriebe haben die Profile ermöglicht: Wulff (Erkeln), Wäsche (Drankhausen) und Micus (Gehrden).

Nach dem Exkursionsführer gehört der Standort zum Brakeler Bergland. Das Klima wird durch die  Jahresmitteltemperatur von 8.8 Grad und die Niederschlagssumme von 870 mm gekennzeichnet.

Gezeigt wurden fünf Bodenprofile unter landwirtschaftlicher Nutzung. Gemeinsam ist den Böden, dass sie zeitweise zur Vernässung neigen und sogenannte Marmorierung aufweisen, den kleinräumige Wechsel von Oxidations- und Reduktionszonen. Im Einzelnen handelte es sich um diese Punkte:

Profil 1: Regosol (Tonboden in Kuppenlage, Unterer Keuper)
Bodeneigenschaft: L 6 V, Ackerzahl 36, flachgründig
Nutzung: geringe Ertragsfähigkeit, schwieriger Ackerstandort wegen geringer Wurzeltiefe und Wasserspeicherung

Profil 2: Braunerde (schwerer Lehmboden in Hanglage)
Bodeneigenschaft: LT 5 V, Ackerzahl 40, mittel. bis tiefgründig
Nutzung: mittlere Ertragsfähigkeit, Extreme bei der Wasserversorgung (zu nass, zu trocken)

Profil 3: Pseudogley-Braunerde (schwerer Lehmboden in Hanglage)
Bodeneigenschaft: LT 5 V, Ackerzahl 40, mittel- bis tiefgründig
Nutzung: mittlere Ertragsfähigkeit, Stauwassereinfluss

Profil 4: Pseudogley (Lehmboden  in ebener Lage)
Bodeneingenschaft: L 5 V, Ackerzahl 44, tiefgründig
Nutzung: guter Ackerstandort, ist auf gleichmäßige Wasserversorgung angewiesen

Profil 5: Pseudogley-Braunerde (Lehmboden aus Löss in leichter Hanglage)
Bodeneigenschaft: L 4 Lö, Ackerzahl 61, tiefgründig
Nutzung: sehr guter Ackerstandort mit geringen Schwächen bei Erwärmung, Durchlüftung

Alle Böden liegen in dem 140 ha großen Wasserschutzgebiet Vogelsang. Von den speziellen Bodeneigenschaften kann die Bewirtschaftung abgeleitet werden, zum Beispiel die Höhe der Andüngung im Frühjahr oder der optimale Termin für die Gülledüngung. Auch Saatzeitpunkt und Aussaatstärke sind entsprechend anzupassen. Und natürlich ist auf die Erosionsneigung durch geeignete Bodenbearbeitungsmaßnahmen Rücksicht zu nehmen. Das ist Inhalt der Beratung durch die Wasserkooperation Höxter.

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